Was ist Stottern? Gibt es Unterschiede im Stottern?

Bestimmt hast du schon mal einen Stotterer gesehen bzw. eher gehört. Und bestimmt hast du hier und da gewisse Fragen. Wieso Stottert er? Warum ist des so? Ist das nicht anstrengend? Wie hällt er das aus?

Das sind eigentlich so die klassischen Fragen die ein nicht Betroffener hat. Oftmals ist es auch so das diese Problematik nicht als Stottern anerkannt wird, weil sie in dem Moment nicht zu dem klassischen Bild passt. Dies war zb. bei mir oft der Fall.

Um mal ein bisschen Klarheit rein zu bringen, möchte ich euch ein paar Fragen beantworten. Wichtig ist das, dass Bild des Stotterers, nicht gleichgesetzt werden kann mit allen Stotterern. Vielmehr ist jeder Stotterer für sich einzigartig. Was sich spätestens in der Begleitsymptomatik bemerkbar macht.
Was Begleitsymptomatiken sind und worin sie sich unterscheiden erkläre ich weiter unten.

Was ist Stottern? Wieso Stottert man?
An sich ist Stottern das wiederholen von Wörtern bzw Lauten. Das was man eigentlich so hört. Das Problem was ein Stotterer in dem Moment hat, ist das die Koordination der Muskeln die zum Sprechen gebraucht werden, falsch getaktet werden. Ein Stotterer merkt es. Kann es aber nicht beeinflussen und reagiert reflexartig drauf.
Also das Stottern an sich entsteht durch eine fehlerhafte Koordination. Diese fehlerhafte Koordination ist neurologisch bedingt. Es ist dementsprechend nicht Heilbar. In so Situationen ist ein Stotterer seinem Sprechen gnadenlos ausgeliefert. Er reagiert so wie er für sich in dieser Situation am unauffälligsten und einfachsten reagieren kann.

Wie fühlt sich ein Stotterer? Wie hält er das aus?
Diese Frage kann man nicht für alle beantworten. Vielmehr ist es eine Sache eines selben. Erfahrungsgemäß ist es logischerweise eine schwierige Angelegenheit. Stottern ist ein schwieriges Problem was einem im Leben sehr einschränken kann. Durchaus ist es möglich das Stottern das ganze Leben einnimmt und schwerwiegende Psychologische Folgen mit sich bringt. Das Problem ist das das Stottern für andere nur hörbar ist, jedoch ist das zusätzliche Problem in einem versteckt.
Ein Stotterer hat im Prinzip keine andere Wahl als es auszuhalten. Um dies zu Kompensieren, entwickeln nahezu alle Stotterer ihre eigene Symptomatik die es in Situationen das Sprechen erleichtern. Meist ist dadurch ein Rücksprung vom Sozialen Umfeld und das Minimieren des Sprachanteils eine Folge davon.

Was sind Begleitsymptomatiken? Welche Unterschiede gibt es?
Begleitsymptomatiken sind Merkmale die ein Resultat aus dem eigentlichen Stotter-Bild und deren Psychologischen Verhalten entstehen. Auf gut Deutsch: Eine automatische Entwicklung des Stotterbildes aufgrund des eigenen Menschen.
Begleitsymptomatiken werden oft als hilfreich empfunden. Sie helfen in schwierigen Situationen das gewünschte Wort förmlich auszuspucken.
Klassiker sind das typische Kopfnicken nach hinten, Grimassen schneiden sowie harte Körperliche Anspannung. Aber auch vermeidung, unverständliche Sätze und aufschiebungen mit Füllwörtern: „Ähm, Also, Ja Möchte bitte, ähm, also 3 also also 3 Br..Br.. also Ähm Brötchen.“ Sind Klassiker.
Im Bruchteil einer Sekunde erkennt ein Stotterer wann er wo wie stark Stottern muss, und sucht demzufolge den möglichst leichten Weg um möglichst wenig Rückfragen zu erhalten.
Darunter gibts tausende verschiedene Versionen und Arten. Sie unterschieden sich meist schon je Stotterer. Bei mir war es das komplette anspannen des Gesichtes sowie das Hastische bewegen des kompletten Oberkörpers.

 

Abschluss
Ich denke mal es ist ersichtlich das das Problem Stottern stark variieren kann und nicht nur das ist, was man von Außen sieht. Vielmehr steckt der größte Teil im inneren und hat auch einen Psychologischen Aspekt. Dennoch muss gesagt werden dass: Stottern zwar nicht heilbar ist, aber so verändert werden kann, das man sich selbst akzeptiert und damit Leben kann. Stottern ist nicht immer ein Problem sondern vielmehr eine Besonderheit. Man muss sie selbst Verstehen und selber schauen ob man damit Leben kann… Im Normalfall geht das

Sozialer Fang und der Weg zur Selbständigkeit

Mansche Stotterer kennen es. Sie wollen unabhängig werden, sehnen sich nach „Ruhe“ und kommen Sprachlich, trotz Therapieansatz, nicht weiter. Sie können sich zwar Wohl fühlen aber… irgendwie fehlt etwas…

Mir ging es auch mal so. Ich hatte ja die Therapie gemacht und bin immer noch der Meinung es war ne gute Entscheidung, Jedoch blieb ich immer an einem Punkt hängen wo ich nicht weiter kam.

In der damaligen Zeit war ich schon mehrfach ausgezogen, wenn auch nicht immer auf nem super Weg aber… es veränderte sich hier und da etwas. Selbst mein damaliger Logopäde unterstützte meinen Auszug obwohl es nen unschöner Weg war. Er sprach gezielt davon mich dem Sozialen Fang anzunehmen. Ich hab das erst nicht begriffen. Ich mein es gab bessere Zeiten wo man an Auszug denken sollte aber… er war der Meinung ich solle es dennoch machen.

Ich habe es damals nicht gemacht. Meine Familie war mir wichtiger.

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2017 und es ist ein Jahr der größten Erlebnisse.
Ich bin vor 2 Monaten ausgezogen. Kontakt mit meiner Familie habe ich immer noch aber ich habe den Sozialen Fang abgelegt. Ich werde zu „Ich“ und habe meine Ruhe gefunden. Natürlich erinnerte ich mich an die Worte meines damaligen Logopäden und… ich hab begriffen was er damit meinte. Der Auszug half mir eine Ruhe zu finden. Meinen eigenen Rhythmus aufzubauen und ich kann das tun was ich tun möchte. Ich bin frei. Ich muss nicht Rede und Antwort stehen sondern bin mein eigener Cheff in meinem eigenen Heim. Es war schon in den ersten Wochen merkbar das einem die Ruhe gut tut. Es geht ins Unterbewusstsein über und man steht morgens nicht immer mit dem Gedanken „Jetzt wird was erwartet“ auf, sondern, zumindest ist es bei mir so, „Ich kann tun und lassen was ich möchte“. Ich spreche eher weniger in Technik. Nicht weil ich es nicht kann sondern, weil ich mich, so wie es aktuell ist, wohl fühle. Es ist nicht mehr ein Störfaktor sondern ein Teil meines Lebens. Die Stottergefühle sind zwar stark aber… seit mehr als 3 Monaten ist mein Sprechen auch ohne Therapie sehr stabil.

Es ist echt ein Wunder wie stark sich ein Sprachmuster dadurch verändern kann, und welche Auswirkungen so etwas auf den ganzen Körper hat. Mir geht es echt gut und ich kann einem Stotterer einen Auszug nur nahe legen. Aber… niemals überstürzt. Die Familie sollte immer ein wichtiger Faktor im Leben bleiben. Nur fürs Sprechen bin ich ja auch nicht ausgezogen. Ich Erzähle lediglich was bei dem ein oder anderen eintreten kann. Dieses Phänomen gibt es sogar relativ oft.

Aufgrund dessen versuche ich auch hier zu verstehen was dahinter Steckt. Ich werde verschiedene Logopädische Kliniken um Rat bitten um mehr darüber zu schreiben. Aber auch ihr könnt mich kontaktieren und über eure Erlebnisse schreiben. Strebt ihr ein Auszug an? Seit ihr Ausgezogen? Was habt ihr so erlebt?

Trainingsplan 2017

Ich möchte allen an dieser Stelle ein frohes neues Jahr 2017 wünschen.

Wie schon vor paar Wochen angekündigt, habe ich für das neue Jahr, im sprachlichen Sinne, neue Ziele und Ideen versprochen.

Ich möchte euch heute meinen Trainingsplan vorstellen. Dieser Trainingsplan ist nicht nur ein Plan für mich, sondern soll betroffenen zeigen wie kleine Schritte was verändern können und nicht betroffenen zeigen wie schwer es sein kann das Sprechen unter Kontrolle zu bekommen. Dabei muss man aber auch sagen dass es nur auf dem ersten Blick anstrengend wirkt. Klar wenn man bedenkt das jeden Tag Übung notwendig ist um Sprechen zu können, dann ist es schon ein ordentlicher Batzen aber… man muss auch immer den Erfolg sehen.

Der Plan ist speziell auf mich abgestimmt und stammt aus eigener Entwicklung. Er passt sich nach meinen Ansprüchen an, spiegelt aber auch meine Schwerpunkte wieder.

 

An dieser Stelle möchte ich aber sagen: Es ist ein KLEINER Trainingsplan. Er beinhaltet nicht viel, aber bietet mir ein unheimlich großen Erfolg. Schon nach 3 Tagen intensiven Training(Vor der Arbeit), bin ich in der Lage mein Sprechen super zu kontrollieren.

Dieser Plan darf frei verwendet werden. Er kann sogar mit gewissen Änderungen dazu genutzt werden betroffenen anderweitig Hilfestellungen zu geben. Es muss nicht unbedingt meine Technik sein, sondern darf auch die Klassiker enthalten wie: Rhythmisches Sprechen, Stottern zeigen und co.

Trainingsplan 2017 1

Der Plan kann im ODF(Open Office Org) Format runter geladen werden. (DOWNLOAD)
Auch hierbei gebe ich jedem gerne eine Hilfe und werde die Kommentare und E-Mails, stehts mit vollem bemühen beantworten

 

Kleine Erklärung

Wortreihen sowie Konsonanten sind Wortlisten die aus meinem Buch stammen. Sie werden Wort für Wort laut mit Technik vorgelesen. Es gehen aber auch andere Wörter aus Büchern und co.

Lesetext ist ein Text aus meinem Buch. Er Nennt sich „Es war einmal ein Baum“. Dieser ist für das Üben in Stufe 2 gedacht und wird von mir auch in einer sauberen Stufe 2 geübt. Hat den vorteil das sich meine Individuelle Stufe angenehm anpasst und sich weitgehend einfacher umsetzen lässt.

Frei Sprechen, ist wie der Name schon sagt, eine Übung mit freien Sätzen. Hierbei ist aber zu beachten das nicht einfach drauf los geblubbert wird, sonder man sich z.b., wie ich morgens, mit seinen Eltern unterhält und explizit in Technik spricht. Auch hier gehe ich lieber auf eine Stufe 2.

Umwelttraining nennen wir das Autogene Training. Sprich Technik sprechen vor Fremden.(Persönlich)
Telefontraining nennen wir das Autogene Training am Telefon.
Diese beiden Punkte kann man aber nicht immer gezielt hervorrufen, sodass ich mich darauf spezialisiere z.b. beim Tanken, oder Telefonaten auf der Arbeit dieses Training durchzuführen.
Hier wiederum spreche ich nicht in Stufe 2. Es ist nicht Alltags tauglich, sodass meine Individuelle Stufe zum Einsatz kommt.

 

 

Ein Stotterer zeigt sich in der Rapperszene

Hallo Leute

Ich möchte euch heute jemanden Vorstellen. Sein Künstlername ist DNS. Ich kenne ihn persönlich durch die Offizielle Nachbetreuung und er war einer von wenigen die ein verstecktes Talent haben: Er Rappt schon etwas länger und zeichnet sich dadurch aus. Damals wusste ich zwar nix davon, aber um so interessanter war die Überraschung.

 

Er kommt aus dem bekannten Luxemburg und hat von der Bonner Stottertherapie erfahren. Dort habe ich ihn selber kennen gelernt und kann aus Überzeugung sagen das er ein gutmütiger und barmherziger Mensch ist. Das Rappen begann durch seine Clique. Man zeigte ihm was und er lernte schnell was draus zu machen. Auch ein Teil seiner Clique habe ich kennen gelernt.

Man kann echt sagen, es ist ein Wahnsinns zusammen halt unter den „Brüdern“ da und dort ist er auch echt gut aufgehoben. Trotz seiner Barriere wurde er lieb aufgenommen und ist seither best Friends mit ihnen. Sie zeigen vollstes Verständnis und unterstützen ihn auch. So wie beim Video.

Es ist nicht nur ein Video… es ist „Das Video“ was zeigen soll was er und Stotterer im allgemeinen durchmachen mussten und verarbeitet sein Leid, seine Erfahrung und seine Stärke durch das Rappen. Er zeigt auch welche Stärken er hat. Jeder kennt bestimmt jemanden der sich mal geritzt hat oder Drogen quasi „brauchte“. Auch das war nie ein Thema bei ihm. Er mag vielleicht gehänselt worden sein, aber er hatte genug Kraft um niemals aufzugeben. Nein er machte weiter und suchte sich Hilfe. Die bekam er in Bonn.

Ich habe nach wie vor Kontakt zu ihm, und werde ihn auch aufrecht erhalten… obwohl eine weite Strecke uns trennt. Dennoch ist er ein Mensch der in mein Leben trat und meine Ansichten komplett veränderte und mir mit diesem Video wieder mal gezeigt hat das es Hoffnung gibt und man nicht alleine ist.

 

Egal welches Problem du hast… sei dir gesagt… Du bist nicht allein 🙂

 

Nun das Video. Mit freundlicher Erlaubnis und Unterstützung des Rappers DNS

 

Schwere Zeiten erfordern geniale Maßnahmen

Laaange habe ich nix von mir zu hören gegeben. Vielleicht stellt sich der ein oder andere viele Fragen.

  • Wie lief es
  • Wie geht es weiter
  • War alles Perfekt

Die Klassiker der Fragen. Natürlich geht es mir gut. Zumindest Körperlich. Aber auch Sprachlich bin ich auf einem super Kurs. Und genau darüber möchte ich Berichten. Ich werde nicht viel schreiben denn… in diesem Video möchte ich nicht meinem Standardlayout folgen, sondern etwas dazu geben. Es richtet sich sowohl an Außenstehende als auch an Stotterer… egal ob mit oder ohne Therapie.

 

Ich möchte euch einen anreis zur Eigeninitiative geben. Genauso wie ich es für 2017 geplant habe.

Video-Plan:

Allgemein

  • Wie lief es
  • Umgang meines Rückfalles
  • Umgang mit Zielsetzung meiner Zukunft

Besonderheiten

  • Autogenes Training in den Alltag integrieren
    • Es muss nicht immer geplant werden, auch kleine Schritte zeigen langfristigen Erfolg
    • Angenehmerer Umgang sowohl mit dem Training als auch deinem eigenen Gefühl
  • Ehrliche Positive Feedbacks einholen als Stütze
    • Freunde und Familie antworten auf so Themen generell ehrlich. Also wieso nicht mal Fragen wie es aussieht.
    • Feedbacks sind wichtig und steigern ein großen Teil des eigenen Selbst empfinden
  • Anfang einer Idee in die Tat umsetzen
    • Auch ich habe eine bzw mehrere Ideen die auf folgende Ziele basieren:
      • Steigerung des Selbstbewusstsein
      • Sichereres auftreten
      • Sichereres Handeln
      • Integrieren in das Soziale Umfeld
    • Diese Ziele möchte ich ab 2017 als Projekt starten inkl. Videounterstützung. Folgende Ideen sind schon vorhanden:
      • Mottowoche
      • Pfeil-Entscheidungen treffen und durchziehen
      • Erfahrungen austauschen und andere mit ins Boot holen

 

Hast du noch Fragen, Anregungen oder Ideen, dann meld dich bei mir.

Ich wünsche euch ein Frohes Weihnachtsfest

1 1/2 Jahren nach der 1. Therapiephase

Lang ist es her und ich saß in der Therapie mit vielen anderen Leuten. Alle das gleiche Problem aber dennoch niemand die gleiche Art. Aber wie geht es mir heute? Ich kann nur sagen es ist echt Interessant.

 

Das die Technik nicht so Perfekt wie in der Therapie funktioniert war mir schon in der Therapie bewusst. Aber das es so dermaßen schlecht werden kann, das hatte ich mir nie ausmahlen wollen. Aber dennoch kam es vor:

Ich habe meine Ausbildung beendet gehabt, und wurde in eine andere Abteilung gesteckt. Um genauer zu sein war es die Produktion. Ich hielte mich an die Tipps die mir nahegelegt worden waren und bat um 5 min Gespräch mit der ganzen Schicht in einer Besprechung. Natürlich bekam ich die 5 Minuten und ich legte allen nahe was mein Problem ist. Aber stellt euch vor: Die meiste Reaktion war folgende:

Du bist Stotterer?! Das habe ich bis jetzt noch nicht gemerkt……

Ich dachte mir in dem Moment ob die mich gerade verarschen wollten, aber des war mir dann relativ. Ich merkte so nach 3 Tagen das meine Übungen so keinen Sinn mehr haben. Mein Kopf spielt hierbei die größte Rolle. Ich bin von klein auf damit aufgewachsen und konnte mich noch nie beim Sprechen konzentrieren. Der weitere Faktor war das dort Stress ohne Ende herscht und die Umgebung echt Laut war. Auch die Umstellung auf die Schichtarbeit war ein großer Faktor, womit ich bis jetzt nur Bedingt zurecht komme. Schlafstörungen waren somit an der Tagesordnung. Aber da wo ein Wille ist, ist auch ein Weg….. Naja bleiben wir mal bei : Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nach 3 Monaten wurds immer noch nicht besser. Es wollte einfach nicht. Dann kam auch noch ein weiterer Abteilungswechsel zustande. Jetzt bin ich in der Qualitätssicherung. Dementsprechend muss ich wieder von 0 anfangen. Die Techiken funktionieren nicht, der Kopf macht was er will und offen darüber zu sprechen ist ein Kampf gegen die Angst und sich selbst. Also ab diesem Punkt erkläre ich dies als ein „Rückfall“…….

Aber, man würde ja keine Therapie machen wenn man nicht lernt wie man da raus kommt…..

Ein ganz Großer Punkt den JEDER Stotterer sich im klaren sein muss ist: Es macht ein Unterschied ob man aus eigener Kraft darüber redet oder ob man sich sagt: „Ich Stottere also weiß er schon bescheid“. Wieso das so ist kann ich mir nur aus meiner Sicht erklären. Wenn ich nicht darüber Spreche bin ich mir unsicher ob er wirklich darüber bescheid weiß. Bei mir ist es sogar so das wenn ich Englisch spreche was hier und da vorkommen mag, muss ich nicht Stottern. Um so lustiger wird man beim Telefonieren angeschaut 😀 aber indem Moment kann man davon ausgehen das die eigenen Kollegen erst recht nix damit anfangen können.

Wenn man demzufolge offen darüber Redet ist man sich sicher das er weiß wieso das alles so ist. Das Gewissen ist somit beruhigt und man kann ein Gewisses Maß an Vertrauen aufbauen. Jenachdem wie viele Menschen davon wissen und mit wie vielen Menschen man darüber redet um so Interessanter werden die Meinungen und das eigentliche Wissen. Viele wissen rein gar nix darüber. Sobald ich anfange darüber zu reden, wird aus den 5 min meist Tage. Weil man redet und man wird immer weiter gefragt wie das so ist und wieso weshalb und warum und …. ach immer dieser gleiche Rotz. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt wenn ich anfange darüber zu reden, komplett von hinten auszuholen damit jeder auf den gleichen Stand ist und ich mir die restlichen Fragen spare. Auch in der neuen Abteilung habe ich darüber geredet. Sie haben es auch hier herzlich aufgenommen und unterstützen mich. Aktuell bin ich noch nicht in der Lage wieder diese Techniken so anzuwenden wie früher, aber das ist weitgehend akzeptabel daher ich SELBSTÄNDIG wieder von 0 anfange. Jeden Morgen im Auto höre ich die Übungscd. Und demzufolge lerne ich wieder wie ich früher gesprochen habe. Aber das funktioniert nur dann wenn man sich darauf einläst und den Mut dazu hat es wirklich wieder in Angriff zu nehmen. Ich bin dazu bereit und merke Tag für Tag kleine Erfolge. Also ich denke mal in paar weiteren Tagen wird es um so besser sein. Aber was auf jedenfall fest steht: Ich gebe nicht auf. Obwohl ich einen Rückfall habe, bin ich nicht traurig darüber. Nein ich finde es interessant und schäme mich nicht dafür. Ich zeige es.

Als Fazit: Ja ein Rückfall hört sich schlimm an… aber ist es nicht jenachdem wie man damit umgeht. Ich bin zuversichtlich wie es weiter geht und werde dies auch mit einem Video protokollieren.(Ja genau mit Stottern). euch werden noch weitere dinge Auffallen die ich hier nicht erklärt habe und genau das macht mein „Rückfall“ so besonders. Denn nicht nur das Sprachliche hat sich verändert…. schaut mal wie oft mein Kopf sich nicht mehr bewegt. erstaunlich wa?

 

 

Auch hier heißt es das ich gerne euer Ansprechpartner bin. Wenn ihr sogar bestimmte Wünsche habt, könnt ihr mir dies schreiben. Ich werde so gut es geht euch das nahebringen was euch Interessiert.

Meine E-Mailadresse: info@tom-schorn.de

2. Phase stand an. Was geschah?

Auch diese zeit war schön. Zwar hatte ich schon die Stotterkontrolle die mir sehr viel Sprachsicherheit gab aber auch im Sprachlichen gibts immer wieder möglichkeiten und wege dies auszubauen. Indemfalle lernte ich die sogenannte Stufensprechweise(Fluency Shaping Technik). Sie basiert auf einem gleichbleibenden Redefluss. Solang der Redefluss aufrecht erhalten wird hat das Stottern nahezu keine Chance aufzutreten.

Diese Technik ist praktisch für Vorträge, längere Telefonate oder im allgemeinen Bei längeren Gesprächen wo zu viele Blockaden vorhanden sind alsdas ich diese dauerhaft mit Stotterkontrolle bearbeiten könnte.

Was sie genau bringt und wie sie sich anhört seht ihr auch wieder in einem weiteren Video. Zwar kurz aber dennoch Dezent.

 

Erfahrung zwichen den 1. beiden Therapiephasen(8 Wochen zuhause)

Das war einer der Interessantesten Zeiten. Ich kam nach Hause mit unvorstellbaren Veränderungen. Ich war euphorisch und sowas Spontan das man mich nicht mehr wiedererkannte. Aber des hielt natürlich nicht ewig. Nein schlimmer. Ich war zu unrealistisch und musste schnell merken das ich schleunigst umdenken musste.

Die beste Lösung die ich dann auch jedem Teilnehmer empfehlen kann ist die Skyperunde mitzumachen. Sie findet regelmäsig statt und ist auf freiwilliger Basis extra für die Teilnehmer gedacht. Man kann offen und erlich über alles Sprechen und sich mit weiteren Teilnehmern zusammen tun um gewisse Technicken wieder aufzubauen. Dies tat ich dann auch sodass ich schnell wieder in die Techniken reinkam und voll durchstarten konnte. ABER diesmal mit kleineren Zielen die realistischer sind.

 

Auch dies habe ich in einem Video dargelegt und nach wie vor werden weitere folgen.

Stottern verstecken? Nein! Ich zeige mich Öffentlich

Ich sah mir heute nochmal mein Erstvideo an. Gemacht wurde es in der Intensivtherapie am ersten Tag. Jeder kam drann und musste sein eigenes Ich Filmen.

Ich sehe einen Tom der Angst hat. Angst davor zu Sprechen weil er nicht Sprechen kann. Ich sehe Hastische Körperbewegungen die echt nicht mehr normal sind. Aber ich sehe auch viel Mut zum Wille denn:

Er geht damit an die Öffentlichkeit!

Stottern ist das Wiederholen bzw Hängenbbleiben beim Reden. Gefolgt von Begleitsymptomatiken(in meinem Fall Oberkörperbewekungen, Mund aufreißen, Augenzwinkern, Volle Verkrampfung) die das Aussehen verändern. Aber das ist nur das Seh- und Hörbare. Ein Stotterer hat auch Ängste, Scharmgefühle und ggf. Sogar Panikatacken den er selber weiß das was nicht stimmt und es schmerzt einfach sehr.

Auch ich hatte diese Ängste als ich in die Therapie ging. Ein Menschen anzusprechen wenn man weiß das man auf gut deutsch Behindert aussieht tat mir immer sehr weh. Wenn man mich drauf ansprach oder sich gar lustig machte fühlte ich mich wie der Letzte Mensch auf Erden. Ich ging manschmals zur Kasse um was zu kaufen aber kam ohne Sachen raus weil ich aufgab. Oder fur schwarz mit der Bahn weil der Automat kaputt war und ich angst vor dem Schalter hatte. Schließlich musste ich reden. Oftmals gabs kein Hallo oder Schüß von mir und ich nahm alle Schuld aufmich obwohl ich nichtmals wusste was ich anscheinend Angestellt habe. Alldas nur um nicht Reden zu müssen. Ja so ergings mir Tag für Tag.

Logopädische Behandlungen brachten nix. Der Letzte logopäde war aber dan eine kleine Rettung. Zwar gab er offiziell auf aber er Sprach die Intensivtherapie in Bonn an. Eine 10 Wöchige Stationäre Therapie verteilt auf 1 Jahr.

Ein Vorstellungsgespräch kam rasch zu Stande. Ich stellte mich vor und zeigte offen wie schlimm es bei mir aussah. Der Selbstbetroffene Therapeut zeigte schnell das er ahnung von seinem Bereich hat. Schließlich hat er das selbe Problem.

In der Therapie lernte ich mich meinen Ängsten zu stellen. Fremde anzurufen um einfach irgendwas nachzufragen oder Fremde anzusprechen zb nach dem Weg zu fragen. Aber es war nicht einfach. Es gab Tage da hab ich geheult. Die Angst war zu 100% und sich denen dann zu stellen? Also Hut ab für jeden meiner Therapiefreunde. Es war ein purer Kampf aber es lohnte sich. Nach 2 Wochen lernten wir die Sogenannte Stotterkontrolle. Durch eine Bewuste Technik gelingt es das Stottern zu Kontrollieren.

Im folgenden Sehen sie mein 1. Video mitdem ich an die Öffentlichkeit ging und als Start eines Tagebuches dienen soll. Weitere Videos werden natürlich folgen und soll ein Therapieerfolg auf langzeitbasis zeigen.